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Studie: 0,1 Grad Erwärmung am Meeresboden senkt Fischbestände um 7,2 Prozent

Unterwasserlandschaft mit verschiedenen Fischen und trockenen, rissigen Bodenstellen am Meeresgrund.

Während die Meeresoberfläche oft ruhig und unauffällig erscheint, spielt sich weiter unten ein tiefgreifender Wandel ab: Der Meeresboden erwärmt sich langsam, Fischbestände gehen zurück, und ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Eine neue Studie macht deutlich, dass bereits kleinste Temperaturzunahmen die Ozeane nachhaltig verändern können – mit Konsequenzen für Ernährung, Arbeitsplätze und das Klima.

Winzige Temperaturanstiege, gewaltiger Verlust an Leben

Im Zentrum der Analyse steht eine Zahl, die zunächst harmlos klingt: 0,1 Grad Celsius pro Jahrzehnt. Genau diesen zusätzlichen Erwärmungsimpuls haben Forschende im Meer der nördlichen Halbkugel untersucht – und dabei ein beunruhigendes Resultat festgestellt.

Bereits ein Zehntel Grad zusätzlicher Erwärmung pro Jahrzehnt senkt Fischbestände im Schnitt um 7,2 Prozent.

Datengrundlage und Vorgehen der Studie

Ausgewertet wurde die Entwicklung von rund 33.000 Fischpopulationen im Zeitraum von 1993 bis 2021. Wichtig dabei: Das Team trennte den langfristigen Erwärmungstrend am Meeresboden bewusst von kurzfristigen Ausschlägen, etwa durch marine Hitzewellen.

Was die Auswertung zeigt

Die Ergebnisse fallen klar aus:

  • im Mittel 7,2 Prozent Rückgang der Fischbestände je 0,1 Grad Erwärmung pro Jahrzehnt
  • in einzelnen Jahren Einbrüche der Biomasse von bis zu 19,8 Prozent
  • besonders betroffen sind Gebiete, in denen die Bodentemperatur besonders schnell steigt

Der leitende Meeresökologe fasst es so zusammen: Je zügiger sich der Meeresboden aufheizt, desto schneller verschwinden die Fische.

Warum die Erwärmung am Meeresboden so entscheidend ist

Wenn von „Ozeanerwärmung“ die Rede ist, denken viele zuerst an wärmeres Oberflächenwasser, Badetemperaturen oder Korallenriffe. Für Fische und zahlreiche andere Meeresorganismen ist jedoch die Temperatur am Grund von zentraler Bedeutung – insbesondere in größeren Tiefen.

Welche Arten dort leben

Dort:

  • kommen viele wirtschaftlich bedeutsame Arten vor, darunter Kabeljau, Schellfisch oder Seehecht

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