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Royal Navy entsendet HMS Trent nach Jamaika für humanitäre Hilfe nach Hurrikan Melissa

Drei Personen laden Hilfsgüter mit Wasserflaschen am Hafen neben einem Militärschiff aus.
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Einsatz nach Hurrikan Melissa: HMS Trent auf dem Weg nach Falmouth

Als Reaktion auf den schweren Hurrikan Melissa, der Jamaika in den vergangenen Tagen getroffen hat, hat die britische Regierung unter Keir Starmer der Royal Navy den Auftrag erteilt, Kräfte in das betroffene Gebiet zu verlegen, um humanitäre Unterstützung zu leisten. Zu diesem Zweck wurde entschieden, das Offshore-Patrouillenschiff HMS Trent zu entsenden.

Das Schiff hat mit seiner 75-köpfigen Besatzung Kurs auf Falmouth genommen – eine der Ortschaften, die durch den Sturm besonders stark beschädigt wurden. Dort soll die HMS Trent die bereits laufenden Massnahmen zur Wiederherstellung und Unterstützung vor Ort ergänzen.

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Ingenieur- und medizinische Unterstützung aus dem Vereinigten Königreich

Wie die britische Regierung in ihrer offiziellen Mitteilung erklärte, wird das Schiff mit einem Team spezialisierter Ingenieurinnen und Ingenieure eintreffen. Diese sollen im Inselstaat an Land gehen, um technische Hilfe für die Wiederaufbauarbeiten zu leisten – insbesondere bei der Bewertung des aktuellen Zustands kritischer Infrastrukturen sowie bei notwendigen Notreparaturen, und dies in enger Abstimmung mit den zuständigen lokalen Behörden.

Zusätzlich sollen die medizinischen Teams an Bord dazu beitragen, die von der Katastrophe betroffenen Menschen zu versorgen. Damit soll zugleich der Druck auf das örtliche Krankenhausnetz reduziert werden.

Zu diesem Einsatz sagte der britische Verteidigungsminister John Healey: „Ich bin stolz auf unsere britischen Streitkräfte für die wichtige Rolle, die sie bei Hilfseinsätzen nach Katastrophen spielen. Unser Personal der Royal Navy und der britischen Armee wird seine zivilen Kolleginnen und Kollegen mit spezialisiertem Ingenieurwissen unterstützen, um die lokalen Wiederaufbaubemühungen zu stärken, während Grossbritannien seine Unterstützung für die Menschen ausweitet, die sie benötigen.

Zusätzliche Hilfsgüter und konsularische Unterstützung durch das FCDO

Vor diesem Hintergrund ist auch relevant, dass London bereits ein umfangreiches Unterstützungspaket angekündigt hat. Dieses umfasst bis zu 3.000 Notunterkunfts-Kits sowie mehr als 1.500 Solar-Taschenlampen, die an die betroffene Bevölkerung verteilt werden sollen. Dabei wird berücksichtigt, dass bis heute ein erheblicher Teil der Menschen aufgrund der schweren Hurrikanschäden in den Wohnungen ohne Strom auskommen muss.

Darüber hinaus hat das Foreign, Commonwealth and Development Office (FCDO) ein Team vor Ort eingesetzt, damit sich in Jamaika befindliche britische Staatsangehörige so schnell wie möglich konsularisch unterstützen lassen.

Rolle der HMS Trent: Boote, Drohnen und Unterstützung beim Transport

Mit Blick auf die konkrete Unterstützung durch die HMS Trent betonte die Royal Navy, dass das Schiff bis zu zwei neue Zodiac-Schlauchboote einsetzen kann. Damit sollen sowohl die Auslieferung der Hilfspakete als auch der Transport von Ingenieurteams und kleineren Landfahrzeugen erleichtert werden.

Hinzu kommt, dass die HMS Trent über Drohnen für Aufklärungsaufgaben verfügt. Diese sollen die jamaikanischen Behörden unterstützen, indem sie Luftbilder für eine umfassende Schadensbewertung bereitstellen.

Vorpositionierung in der Hurrikansaison und laufender Auftrag in der Karibik

In diesem Zusammenhang ist zudem hervorzuheben, dass das Vereinigte Königreich die HMS Trent bereits in der Nähe der Region stationiert hatte – in Erwartung eines möglichen Unterstützungsbedarfs für Verbündete während der Hurrikansaison, insbesondere rund um die Turks- und Caicosinseln, ein britisches Überseegebiet.

Ausserdem sollte berücksichtigt werden, dass das Schiff Teil einer dauerhaften Präsenz der Royal Navy in der Karibik ist. Dort umfasst der Auftrag auch, lokale Regierungen bei Massnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels zu unterstützen.

Titelbild: Royal Navy

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