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EU-ETS: Vorschlag zur Ausweitung auf Flüge bis 5.000 km über Frankfurt – IATA kritisiert Rückschritt

Mann vor großer Fensterfront zeigt auf startende Flugzeuge, Modellflugzeug und Dokumente auf Tisch sichtbar.

Vorschlag der Europäischen Kommission zur Reform des EU-ETS

Am 17. Juli hat die Europäische Kommission ihren Entwurf zur Überarbeitung des Emissionshandelssystems der Europäischen Union (ETS) vorgestellt. Zu den zentralen Änderungen zählt die Absicht, das ETS auf Flüge auszuweiten, die bis zu 5.000 km über das Gebiet der EU hinausreichen – konkret gemessen ab dem Ende der Hauptstart- und -landebahn des Flughafens Frankfurt.

Rückblick: Erste ETS-Ausweitung 2008–2012

Der Vorstoß erinnert an den ersten Versuch der EU, das ETS in den Jahren 2008 bis 2012 auszuweiten. Dieser Ansatz wurde damals aufgegeben, um stattdessen eine globale Lösung zu verfolgen.

IATA und Marie Owens Thomsen: Kritik an der regionalen Ausweitung des ETS

In einem aktuellen Beitrag stellt Marie Owens Thomsen, Senior Vice President für Nachhaltigkeit und Wirtschaft bei der IATA sowie Chefökonomin, die Entscheidung der EU infrage, mit einer regionalen Ausweitung des ETS „in die Vergangenheit zurückzugehen“. Sie betont die Vorteile eines weltweit abgestimmten und harmonisierten Vorgehens, damit die Luftfahrt ihre CO2-Reduktionsziele erreichen kann.

Thomsen unterstreicht: „Die Ziele, von denen wir annehmen, dass sie alle verfolgen, sind, die CO2-Emissionen so weit wie möglich, so schnell wie möglich und zu den geringsten Kosten zu senken. Fragmentierung, Doppelarbeit und ständige Regeländerungen werden diese Ziele nicht erreichen. Wenn jemand das wissen sollte, dann ist es die EU, die große Vorteile daraus gezogen hat, eine Union zu bilden, eine gemeinsame Währung zu schaffen und Regeln und Vorschriften zu harmonisieren.“

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