Knapp 90 Jahre nach dem Verschwinden der legendären Pilotin Amelia Earhart während ihres Versuchs, die Erde zu umrunden, soll im Oktober eine internationale Expedition starten. Im Fokus stehen mögliche Überreste ihres Lockheed Electra 10-E in der Nähe der Insel Nikumaroro im Zentralpazifik.
Expedition im Oktober: Team, Route und Zeitplan
Die Mission wird vom Archaeological Legacy Institute (ALI) gemeinsam mit der Purdue University geleitet. Das 16-köpfige Team reist von Kiribati aus an, um vor Ort Untersuchungen durchzuführen. Ursprünglich war der Einsatz für 2025 angesetzt, wurde jedoch verschoben, weil zunächst die notwendigen Genehmigungen eingeholt werden mussten.
Das „Taraia-Objekt“ nahe der Insel Nikumaroro
Untersucht werden soll das sogenannte „Taraia-Objekt“, eine Formation, die anhand von Satellitenbildern identifiziert wurde. Einige Forschende halten sie für mögliche Trümmerteile der Maschine von Earhart.
Gegner dieser Deutung wenden jedoch ein, dass das Objekt auf den Satellitenaufnahmen lediglich eine umgestürzte Kokospalme sein könnte.
Die Nikumaroro-Hypothese zu Amelia Earhart und Fred Noonan
Ziel der Expedition ist es, die Nikumaroro-Hypothese zu prüfen. Sie geht davon aus, dass Amelia Earhart und ihr Navigator Fred Noonan nach dem Verfehlen der Insel Howland im Juli 1937 auf Nikumaroro landeten.
Befürworter der Theorie verweisen auf historische Funksprüche, auf der Insel gefundene Artefakte aus den 1930er-Jahren sowie auf eine umstrittene Analyse aus dem Jahr 2018 zu menschlichen Überresten, die 1940 entdeckt worden waren.
Sollte die Mission erfolgreich sein, könnte sie die bislang belastbarsten Hinweise zu einem der grössten ungelösten Rätsel der Luftfahrt liefern. Die Purdue University, die Earharts letztes Flugzeug mitfinanziert hatte und sie vor ihrem letzten Flug beschäftigte, betrachtet die Expedition als Chance, Antworten zu finden und das Vermächtnis der Pionierin der globalen Luftfahrt zu würdigen.
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