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Airbus in Spanien: Beschäftigte kehren nach Streik trotz Ablehnung des Vorab-Lohnabkommens zurück

Mitarbeiter in Arbeitskleidung und Warnwesten vor Flugzeughangar mit Flugzeug im Hintergrund.

Arbeitsaufnahme nach Streik

Die Beschäftigten in den Airbus-Werken in Spanien sind nach dem Streik, der die Abläufe seit Monatsbeginn beeinträchtigt hatte, wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt – obwohl sie in einer Abstimmung am Freitag, dem 24. Juli, das Vorab-Lohnabkommen abgelehnt hatten.

Nach Angaben der Zeitung El Español endeten die Arbeitsniederlegungen, weil die Gewerkschaftsvertretungen von SIPA den Streikaufruf nach Bekanntwerden des negativen Votums zurückzogen. Dadurch fehlte den Protesten die rechtliche Grundlage.

Abstimmung, Gewerkschaften und geplanter Protestkalender

Die Auszählung zeigte eine Spaltung unter den nahezu 12.000 Mitarbeitenden, die abgestimmt hatten: 5.806 sprachen sich gegen den Vorschlag der Unternehmensleitung aus, 5.548 dafür. Insgesamt beschäftigt der Flugzeughersteller im Land 14.000 Personen, wie das Portal Aviacionline (Partner von AEROIN) berichtet.

Gewerkschaften, die dem Abkommen ablehnend gegenüberstanden – darunter UGT, CGT, APP und UTIL –, starteten einen internen Diskussionsprozess, um über die Fortsetzung der Mobilisierungen zu entscheiden. In einer von El Español zitierten Mitteilung erklärte die Gewerkschaftssektion der UGT: „Wir fordern das Unternehmen an erster Stelle und die übrigen Gewerkschaftskräfte auf, die Verhandlungen umgehend wieder aufzunehmen, und die Beschäftigten, geschlossen zu bleiben“. Ergänzend hiess es: „Die Stärke liegt in der Einheit. Die Lösung liegt in der Verhandlung“.

Der gewerkschaftliche Kalender sah Protestaktionen bis Ende Juli vor sowie den Beginn eines unbefristeten Streiks am 24. August – zu dem Zeitpunkt, an dem üblicherweise die Ferienzeiten in der Luftfahrtindustrie enden.

Der abgelehnte Vorschlag, den CCOO und SIPA unterstützten, enthielt eine Lohnanpassung von 5 % für dieses und für das kommende Jahr. Zudem waren ein Plus von 0,5 % bei der Individuellen Lohnüberprüfung (RSI) sowie weitere 0,5 % für Beförderungen vorgesehen, ausserdem eine ausserordentliche Zahlung in Höhe von 2.000 Euro.

Rolle der Airbus-Standorte in Spanien und Streit um Tarifmodell

Die Airbus-Standorte in Spanien sind auf den Verteidigungsbereich ausgerichtet. Dort wird unter anderem das Transportflugzeug C295 gefertigt, ein ursprüngliches Projekt des spanischen Herstellers CASA. Darüber hinaus werden in Frankreich produzierte A330-200 in militärische Tankflugzeuge zur Luftbetankung umgerüstet, die als MRTT-Version bekannt sind. Ebenfalls in der Verantwortung der spanischen Einheiten liegt die Produktion der Eurofighter Typhoon für das Ejército del Aire im Rahmen des Programms Halcón der spanischen Luftwaffe.

Nach Darstellung der Gewerkschaft geht es im Konflikt nicht nur um Prozentsätze bei den Löhnen, sondern auch um die grundsätzliche Ausgestaltung des Tarifvertrags. Die UGT erläuterte zur Ablehnung in der Abstimmung: „Es geht nicht nur um Arbeitsbedingungen, sondern um eine Veränderung des Modells der Arbeitsbeziehungen, das auf der Würde und dem Respekt beruht, die den Menschen zustehen, die bei Airbus arbeiten“.

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